Nicht jeden Künstler machen die Ergebnisse eines langjährigen Schaffens
reich.
MoreThanArt meint, dass sehr
viele das Alter an der Grenze des Existenzminimums verbringen werden.
Ein großer Teil der Künstler lebt und agiert in der Off-Szene, viele
noch verborgener, wenig unterstützt und anerkannt, so dass – wenn
überhaupt – nur geringe Vorsorge für die Altersversorgung (Künstlersozialversicherung
u.a.) geleistet werden kann. Deshalb sind diese Künstler im Alter
auf viel größere Unterstützung angewiesen, als von Kulturpolitikern
heute berücksichtigt wird.
MoreThanArt ruft das erste europäische Künstler-Senioren-Pilot-Projekt
ins Leben. Standort, Finanzierungen, Konzept und Inhalt müssen gefunden
werden: ein komplexer Wohn- und Arbeitsbereich mit altersgerechten
Atelierwohnungen, Werkstätten und anderen Arbeitsräumen, Ausstellungsräumen,
Archiv und Lager, Bibliothek, Bühne, Veranstaltungsraum, Übungsräume
für Musiker u.a., Halle für Körperarbeit, Tanz, Yoga…, Garten, Küche,
Café, mit Gästezimmern, Stipendiatenwohnungen…, Büro und Verwaltung,
Erste-Hilfe-Raum… - 70% der Künstler sollten über 50 sein und bis
ins hohe Alter selbstständig und in guten Händen. Wissen und Fähigkeiten
werden im Zusammenleben ausgetauscht und erweitert und z.B. durch
Unterricht, Kursangebote, Lesungen, Aufführungen, Ausstellungen
und offene Ateliers u.s.f. weitervermittelt. – Wünschenswert ist
die Beteiligung von Schülern, Auszubildenden und Studenten, Jugend-
und Ausbildungsprojekten verschiedener Art, Gästen und Stipendiaten
aus anderen europäischen Ländern. Küche und Garten sollen wichtige
Zentren sein. Ist das Pilotprojekt errichtet, sollte in jedem europäischen
Land ein solches Projekt entstehen.
Aufgefordert, das Projekt tat-,
sach- und finanzkräftig zu unterstützen sind insbesondere Künstler,
Politiker, Unternehmer, Handwerker, Architekten, Ärzte und andere
Heilberufler, Kunst- und Kulturorganisationen, Kunstfreunde, Galeristen,
selbstverständlich auch alle anderen guten Menschen und - die „Medien“.
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